Brandschutzhelfer-Ausbildung
Pflicht nach §10 ArbSchG: Beschäftigte, die Entstehungsbrände bekämpfen und die Räumung unterstützen.
Brandschutzhelfer bekämpfen Entstehungsbrände mit Feuerlöschern und unterstützen die Räumung. Nach ASR A2.2 gilt ein Anteil von 5 Prozent der Beschäftigten in der Regel als ausreichend. Die Ausbildung dauert etwa drei Stunden und besteht aus Theorie und einer praktischen Löschübung. Eine Auffrischung wird alle drei bis fünf Jahre empfohlen.
Auf einen Blick
| Rechtsgrundlage | §10 ArbSchG, ASR A2.2, DGUV Information 205-023 |
|---|---|
| Erforderliche Anzahl | in der Regel 5 % der Beschäftigten |
| Dauer | ca. 3 Stunden |
| Auffrischung | alle 3 bis 5 Jahre empfohlen |
| Preis offener Kurs | 35 bis 60 € pro Teilnehmer |
| Preis Inhouse | 450 bis 900 € Tagessatz |
| Voraussetzungen | keine |
Vorteile
Sie erfüllen die Benennungspflicht aus §10 ArbSchG nachweisbar.
Jeder Teilnehmer löscht selbst – am rückstandsfreien Gasbrandsimulator.
Inhouse mit Ihrer Brandschutzordnung oder als offener Termin.
Häufig zusammen mit Evakuierungshelfer an einem Tag.
Zielgruppe
Alle Betriebe ab dem ersten Beschäftigten – vom Büro mit vier Personen bis zum Produktionsstandort. Besonders relevant bei Schichtbetrieb, erhöhter Brandgefährdung und Publikumsverkehr.
Ablauf
5 % der Beschäftigten als Ausgangswert, Abwesenheiten und Schichten einrechnen.
Brandentstehung, Brandklassen, Brandschutzordnung, Verhalten im Brandfall.
Löschübung mit Feuerlöscher am Simulator, jeder Teilnehmer einzeln.
Teilnahmebescheinigung und Eintrag in Ihre Unterweisungsdokumentation.
Wie viele Brandschutzhelfer sind nötig?
Die ASR A2.2 nennt bei normaler Brandgefährdung 5 Prozent der Beschäftigten als in der Regel ausreichend. Das ist ein Richtwert, kein Deckel. Nach oben abweichen müssen Sie, wenn die Gefährdungsbeurteilung es ergibt.
- erhöhte Brandgefährdung, etwa bei Schweiß- oder Lackierarbeiten
- Schichtbetrieb – in jeder Schicht muss jemand verfügbar sein
- viele Teilzeitkräfte, Urlaub und Krankheit einkalkuliert
- weitläufige oder unübersichtliche Gebäude
- Personen, die sich nicht selbst retten können
Praxisregel: Rechnen Sie mit dem Doppelten des Mindestwerts, damit die Abdeckung auch bei Abwesenheiten steht.
Inhouse oder offener Kurs?
Ab etwa acht Teilnehmern ist Inhouse fast immer günstiger, weil der Tagessatz unabhängig von der Gruppengröße gilt. Der größere Vorteil liegt im Inhalt: Der Ausbilder arbeitet mit Ihrer Brandschutzordnung, Ihren Löschern und Ihren Fluchtwegen. Für einzelne Nachzügler lohnt der offene Kurs.
Häufige Fragen
Quellen: Arbeitsschutzgesetz §10 · ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ · DGUV Information 205-023. Stand: August 2026.
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