Räumungsübung
Der Praxistest: Funktionieren Alarmierung, Fluchtwege und Sammelplätze wirklich?
Eine Räumungsübung überprüft unter realistischen Bedingungen, ob Alarmierung, Fluchtwege, Helferorganisation und Sammelplätze funktionieren. Sie wird alle zwei bis fünf Jahre empfohlen, in Sonderbauten und bei Publikumsverkehr häufiger. Die Auswertung mit dokumentierten Räumungszeiten und Schwachstellen ist wichtiger als die Übung selbst.
Auf einen Blick
| Rechtsgrundlage | ASR A2.3, DGUV Information 205-033 |
|---|---|
| Intervall | alle 2 bis 5 Jahre empfohlen |
| Dauer | halber Tag inkl. Auswertung |
| Preis | 600 bis 1.800 € je nach Objektgröße |
| Ergebnis | Protokoll mit Räumungszeit und Maßnahmen |
Vorteile
Papierkonzepte scheitern regelmäßig am ersten Praxistest.
Sie kennen Ihre tatsächliche Räumungszeit statt einer Schätzung.
Evakuierungshelfer erleben ihre Rolle einmal unter Druck.
Protokoll als Nachweis gegenüber Aufsicht und Versicherer.
Zielgruppe
Betriebe mit Publikumsverkehr, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Produktionsstandorte und alle Objekte mit mehr als einer Etage oder komplexer Fluchtwegführung.
Ablauf
Szenario, Zeitpunkt und Beobachterposten festlegen, Feuerwehr informieren.
Alarmierung auslösen, Räumung beobachten, Zeiten stoppen.
Vollzähligkeitskontrolle und Meldekette prüfen.
Schwachstellen dokumentieren, Maßnahmen ableiten, Termin für Nachkontrolle.
Angekündigt oder unangekündigt?
Die erste Übung sollte angekündigt sein, damit niemand in Panik gerät und die Abläufe erst einmal geübt werden. Ab der zweiten Übung liefert eine unangekündigte Variante deutlich belastbarere Ergebnisse – vor allem zur tatsächlichen Räumungszeit.
Häufige Fragen
Quellen: ASR A2.3 · DGUV Information 205-033 „Alarmierung und Evakuierung“. Stand: August 2026.
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