Datenschutz-Unterweisung
Beschäftigte, die personenbezogene Daten verarbeiten, müssen auf Vertraulichkeit verpflichtet und geschult werden.
Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss sein Personal nach Art. 32 DSGVO anweisen und schulen sowie nach Art. 29 DSGVO auf Weisungsgebundenheit verpflichten. Eine feste Frist nennt die Verordnung nicht; in der Praxis hat sich ein jährlicher Rhythmus parallel zur Arbeitsschutzunterweisung durchgesetzt. Einen Datenschutzbeauftragten braucht ein Betrieb nach §38 BDSG in der Regel ab 20 Personen, die ständig automatisiert personenbezogene Daten verarbeiten.
Auf einen Blick
| Rechtsgrundlage | Art. 29, 32 und 39 DSGVO, §38 BDSG |
|---|---|
| Zielgruppe | alle Beschäftigten mit Datenzugang |
| Intervall | kein festes, jährlich üblich |
| Datenschutzbeauftragter | in der Regel ab 20 Personen |
| Dauer | 60 bis 120 Minuten |
| Preis | ab 25 € pro Teilnehmer, Inhouse ab 350 € |
| Nachweis | Teilnehmerliste und Verpflichtungserklärung |
Vorteile
Fehlende Schulung wird bei Datenpannen regelmäßig als Organisationsverschulden gewertet.
Der häufigste Vorfall ist kein Hackerangriff, sondern die falsch adressierte E-Mail.
Lässt sich mit KI-Kompetenz und Informationssicherheit in einem Termin abdecken.
Vollständig als Live-Online-Termin durchführbar.
Zielgruppe
Alle Beschäftigten mit Zugang zu personenbezogenen Daten – Personalabteilung, Vertrieb, Buchhaltung, Empfang, IT. In der Praxis betrifft das nahezu jeden Bürobetrieb.
Ablauf
Welche personenbezogenen Daten fallen wo an?
Beschäftigte auf Vertraulichkeit und Weisungsgebundenheit verpflichten.
Grundbegriffe, Betroffenenrechte, Meldepflicht bei Datenpannen, Umgang mit E-Mail und Cloud.
Teilnahme festhalten und Auffrischung terminieren.
Die 72-Stunden-Frist kennt kaum jemand
Eine Datenpanne ist der Aufsichtsbehörde binnen 72 Stunden zu melden. Diese Frist läuft ab Kenntnis im Unternehmen, nicht ab Kenntnis der Geschäftsführung. Wenn Beschäftigte nicht wissen, dass und wem sie einen Vorfall melden müssen, ist die Frist oft schon verstrichen, bevor jemand Zuständiges davon erfährt. Genau das gehört in die Unterweisung.
Die Verpflichtung auf Vertraulichkeit ist ein eigener Schritt neben der Schulung. Sie wird einmalig bei Einstellung unterschrieben und sollte bei der Unterweisung nicht mit der Teilnehmerliste verwechselt werden.
Häufige Fragen
Weiterlesen
Welche Pflichtschulungen sind für Unternehmen Pflicht? Pflichten für Ihren Betrieb ermitteln Pflichtschulungen in der Branche Gastronomie Pflichtschulungen in der Branche Pflege und Gesundheit Anbieter für diese Leistung findenQuellen: Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 29, 32, 33 und 39 · §38 BDSG. Stand: August 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Datenschutz-Unterweisung anfragen
Kostenlos, unverbindlich, bis zu vier Angebote geprüfter Anbieter aus Ihrer Region – ohne Vermittlungsgebühr.